GPS.AT: die 2G-Abschaltung betrifft vor allem Telematik, Internet of Things und auch alte Handys. Eine Frau denkt nach im Vordergrund, im Hintergrund ein Cockpit von einem Volkswagen Passat aus dem Jahr 2000.

Österreich und Deutschland bereiten sich auf das Ende des 2G-Netzes vor. Besonders ältere GPS-Tracker, Telematikgeräte und andere M2M-Systeme können betroffen sein. Welche Termine gelten, wie Sie betroffene Geräte erkennen und warum Fuhrparks den Umstieg frühzeitig planen sollten, erfahren Sie in diesem Artikel.

Was bedeutet 2G – und warum kommt es zur 2G-Abschaltung?

2G steht für die zweite Generation des Mobilfunks und basiert in Europa vor allem auf dem GSM-Standard (Global System for Mobile Communications). Als GSM in den 1990er-Jahren eingeführt wurde, war es ein enormer Fortschritt: Mobiltelefonie wurde digital und massentauglich, SMS etablierten sich und mit GPRS und EDGE kamen später auch erste mobile Datendienste hinzu. Verglichen mit heutigen Standards konnten darüber allerdings nur sehr geringe Datenmengen übertragen werden. Wer sich noch an klassische Handys mit Tasten und kleinem Display erinnert, kennt die Dimension: Schon das Laden einer einfachen Webseite konnte zur Geduldsprobe werden – an Streaming, Cloud-Anwendungen oder heutige Apps war kaum zu denken.

Heute stehen mit 4G und 5G wesentlich leistungsfähigere und effizientere Mobilfunktechnologien zur Verfügung. Gleichzeitig sind Funkfrequenzen eine begrenzte Ressource. Frequenzbereiche, die weiterhin für das alte 2G-Netz genutzt werden, können nach dessen Abschaltung für modernere Technologien eingesetzt werden. Genau deshalb werden ältere Mobilfunknetze schrittweise außer Betrieb genommen und die verfügbaren Frequenzen neu genutzt. 3G hat diesen Technologiewechsel bereits hinter sich – nun folgt nach und nach auch 2G.

Wann wird der 2G-Betrieb in Österreich und Deutschland eingestellt?

Einen einheitlichen Abschalttermin für alle Mobilfunknetze gibt es nicht. Die Umstellung erfolgt abhängig von Land und Netzbetreiber – die ersten konkreten Termine stehen jedoch bereits fest.

Für Unternehmen mit älteren 2G-Geräten bedeutet das: 2028 ist nicht mehr weit entfernt – die Umstellung sollte rechtzeitig geplant werden.

Welche Geräte sind betroffen?

Auch wenn 2G heute wie ein Relikt aus einer anderen Zeit wirkt, ist die Technologie noch längst nicht verschwunden. Während sie bei modernen Smartphones praktisch keine Rolle mehr spielt, funken noch zahlreiche Geräte im Hintergrund über das alte Mobilfunknetz: Alarmanlagen, Notrufsysteme, Aufzüge, Zahlungsterminals, Messgeräte, IoT-Anwendungen sowie in Fahrzeugen verbaute Telematik– und Funkmodule.

Gerade solche M2M- und IoT-Geräte haben oft einen deutlich längeren Lebenszyklus als ein Smartphone und werden nicht alle paar Jahre ausgetauscht. Das ist auch ein wichtiger Grund, warum 2G das bereits abgeschaltete 3G-Netz vielerorts überlebt hat. Mit der bevorstehenden 2G-Abschaltung müssen nun allerdings auch diese bisher eher unsichtbaren Dauerläufer schrittweise auf modernere Mobilfunkstandards umgestellt werden.

Was passiert mit einem 2G-GPS-Tracker nach der Abschaltung?

Der GPS-Tracker kann seine Position über GPS bzw. GNSS weiterhin bestimmen. Ohne 2G fehlt ihm jedoch der Kommunikationsweg zum Server bzw. zur Software – technisch funktioniert er also noch, praktisch ist er für die Telematik nicht mehr nutzbar.

Warum die 2G-Abschaltung für Fuhrparks besonders relevant ist

Mit der 2G-Abschaltung ab 2028 verlieren ältere, ausschließlich über 2G kommunizierende Telematikgeräte ihre Verbindung zur Software – und damit ihren eigentlichen Nutzen. Betroffen sein können dabei nicht nur nachträglich eingebaute GPS-Tracker, sondern auch bereits ab Werk integrierte Funk- und Telematikmodule in älteren und teilweise sogar noch relativ jungen Fahrzeugen.

Für Fuhrparkleiter ist es deshalb wichtig, rechtzeitig zu prüfen, welche Fahrzeuge und Geräte betroffen sind und wann ein Austausch sinnvoll ist. So lässt sich vermeiden, dass wichtige Fahrzeug-, Positions- oder Fahrtdaten nach der Netzabschaltung plötzlich nicht mehr verfügbar sind.

Wie zukunftssicher ist Ihre aktuelle Telematik?

Werden Ihre Fahrzeuge ohnehin vor dem jeweiligen 2G-Abschalttermin aus dem Fuhrpark genommen, ist ein Austausch der bestehenden Telematik in vielen Fällen nicht mehr notwendig.

Sollen die Fahrzeuge jedoch über 2028 hinaus im Einsatz bleiben, lohnt sich ein genauer Blick auf die verbaute Hardware. Und genau dabei unterstützen wir Sie: Unabhängig davon, ob Sie bereits GPS.at-Kunde sind oder eine Telematiklösung eines anderen Anbieters nutzen, prüfen wir, ob Ihre GPS-Tracker von der 2G-Abschaltung betroffen sind und ausgetauscht werden müssen.

Übermitteln Sie uns einfach die wichtigsten Informationen zu Ihren Geräten. Innerhalb von 24 Stunden erhalten Sie von uns eine Einschätzung, ob und wo in Ihrem Fuhrpark Handlungsbedarf besteht.

2G-Geräte prüfen lassen: Wir beraten Sie gerne!

Sie müssen Ihre Telematik ohnehin tauschen? Dann lohnt sich auch ein Blick auf das System dahinter.

Wer ältere 2G-Hardware ersetzen muss, hat gleichzeitig die Gelegenheit, die eigene Telematiklösung grundsätzlich zu überprüfen: Passt das bestehende System noch zu den heutigen Anforderungen des Fuhrparks – oder ist jetzt der richtige Zeitpunkt für eine Modernisierung oder sogar einen Anbieterwechsel?

GPS.at setzt bereits seit 2024 grundsätzlich auf moderne, 2G-unabhängige Telematik-Hardware; nur in wenigen Sonderfällen kamen danach noch 2G-Geräte zum Einsatz. Für bestehende GPS.at-Kunden, die ältere Hardware modernisieren müssen, ebenso wie für Unternehmen, die von einem anderen Telematik-Anbieter zu GPS.at wechseln möchten, bieten wir attraktive Sonderkonditionen für den Hardwaretausch.

Das Angebot gilt gezielt für die neue Telematik-Hardware – damit der notwendige Wechsel nicht nur technisch sinnvoll, sondern auch wirtschaftlich attraktiv wird.

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